Gott und den Menschen nahe

Wir haben eine Vision


Wir wollen eine missionarische Kirche sein, die Gott und den Menschen nahe ist. Deshalb gestalten wir unser Bistum im Zusammenleben mit den Menschen so, dass sie darin:

  • den Glauben als sinnstiftend und erfüllend, kritisch und befreiend erleben,
  • sich in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit angenommen wissen,
  • ein Zuhause und Gemeinschaft finden.


So lautet die Zukunftsvision des Bistums Osnabrück, beschlossen im Rahmen pastoraler Zukunftsgespräche 2004. Sie soll ein Ausblick sein, ein Lichtblick und Leitstern, der das Leben im Bistum immer wieder neu prägt und motiviert.
Denn keiner interessiert sich für einen Glauben, der an seinem Alltag vorbeigeht, der seine Lebenssituation, seine Freude und Hoffnung, seine Trauer und Ängste nicht ernst nimmt. "Niemand wird auf Dauer bei der Kirche bleiben, wenn er nicht echte, tragfähige Beziehung, Gemeinschaft, ein Obdach für seine Seele, ein Zuhause findet", ist sich Bischof Franz-Josef Bode sicher. Diese Gemeinschaft gibt es in Kirche heute nicht mehr nur in der Gemeindestruktur. Gerade in Zeiten sich vergrößernder pastoraler Räume werden für Menschen andere Zugänge zum Glauben und zur Kirche interessant.


Ein wichtiger neuer Zugang zu Glaubensinhalten ist das Internet. Es bietet Kirche vielerlei Chancen, sich unter Menschen zu begeben und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Es ist aber vor allem auch eine Chance für Gläubige und am Glauben Interessierte, Kirche neu zu erfahren und sich mit Themen wie Gott, Glauben und Kirche auseinander zu setzen.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat den Begriff "communio", Gemeinschaft, als Lebensprinzip der Kirche herausgestellt. Auch im Internet ist die Community das Prinzip schlechthin: In Wikis und Clouds arbeitet Menschen gemeinsam an der Vermittlung von Wissen; in sozialen Netzwerken pflegen sie Freundschaften und knüpfen neue Kontakte – und sie gehen sogar gemeinsam online in die Kirche! Zusammen mit Mitarbeitern aus dem Bistum Hildesheim und dem Offizialatsbezirk Vechta betreibt das Bistum Osnabrück schon seit 1998 die St.-Bonifatius-Kirche in der virtuellen Stadt funcity. Hier können Internetnutzer unter anderem Kerzen entzünden, an Gottesdiensten teilnehmen oder sich mit Seelsorgern austauschen.


http://www.bistumsblog.de

www.bistumsblog.de (Bild: Bistum Osnabrück)

Im Grunde sind sich die Gemeinschaft im Netz und die Glaubensgemeinschaft der katholischen Kirche sehr ähnlich. Das findet auch Bischof Franz-Josef Bode:
"Wir, die Kirche, sind das erste soziale Netzwerk der Welt. Seit über 2000 Jahre vernetzen wir Gleichgesinnte und blicken weltweit auf eine riesen Anzahl von Menschen, denen das gefällt – unsere Follower, sozusagen. Und jeder von Ihnen ist herzlich eingeladen, unserem großen christlichen Netzwerk beizutreten. Deshalb möchte ich Sie ermutigen, uns ihren Freunden vorzuschlagen. Kommentieren Sie auch gerne unsere Inhalte und Botschaften und teilen Sie sie mit anderen. Besuchen Sie doch einfach eine unserer regelmäßigen Sonntagsveranstaltungen und verfolgen Sie unser Statusupdates live vor Ort!"

Papst Benedikt XVI. hatte Anfang 2010 in seiner Botschaft zum 44. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel gesagt, das Internet würde eine neue Epoche der Glaubensverkündigung einleiten. Er rief Geistliche und Gläubige dazu auf, in der digitalen Welt in beständiger Treue zur biblischen Botschaft präsent zu sein. Nur so könne man "dem ununterbrochenen Kommunikationsstrom des Internets eine Seele geben".

Das Bistum Osnabrück ist diesem Aufruf gefolgt. Im Sinne einer missionarischen Kirche sind Mitarbeiter des Bistums dort präsent, wo Menschen sich im Internet bewegen: Bei Facebook und Twitter genau so wie bei flickr und YouTube. Seit einiger Zeit schreibt Bischof Franz-Josef Bode zusammen mit anderen Autorinnen und Autoren regelmäßig im Bistumsblog. Unsere Internetseelsorger haben ein offenes Ohr für Fragen und Probleme.

Unser Wunsch und Ziel ist es, Menschen zu begegnen – in ihrem Alltag, im Gemeindeleben, in der Freizeit und im Internet. Wir freuen uns, mit Ihnen in Kontakt zu kommen und zu hören, was Sie bewegt!



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