Ökumene

Ökumene


In den Kirchen und christlichen Konfessionen gibt es seit langem das Bedürfnis nach Einheit im Glauben. Sie erkennen den vielfältigen kirchlichen und auch politischen Handlungsbedarf sowie die anstehenden Aufgaben, die sie in einer zunehmend säkularisierten Welt nur gemeinsam lösen können. Es geht um große Themen wie Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung, Überwindung von Rassismus und Gewalt, aber auch um missionarische Bemühungen um den Fortbestand der christlichen Botschaft. Die Einheit der Kirchen wieder zu suchen und sichtbar zu machen, ist das Ziel der ökumenischen Bewegung, die sowohl international als auch national, regional und lokal ihren Ausdruck findet.


Es gibt viele Zeugnisse eines neuen Miteinanders in den Gemeinden, von Begegnungen zum gegenseitigen Kennen- und Verstehenlernen und von Zusammenarbeit zum Wohle der Gesellschaft. Auch im Bistum Osnabrück lassen sich viele Beispiele für Schritte auf dem Weg zur Einheit der Kirchen finden. Neben dem täglichen Miteinander in unzähligen Veranstaltungen sind dabei einige Ereignisse besonders hervorzuheben:

Seit 1993 gibt es die Bischöfliche Kommission für Ökumene. Die von Bischof Franz-Josef Bode berufene Kommission hat die Aufgabe, die ökumenischen Bemühungen im Bistum zu fördern. Sie arbeitet mit allen bereits bestehenden ökumenischen Einrichtungen zusammen, sucht Beziehungen zu den Pfarrgemeinden und Verbänden, den Orden und geistlichen Bewegungen, sowie allen Initiativen, die sich in der Ökumene engagieren.
Dabei soll sie Möglichkeiten zur Verbesserung der ökumenischen Zusammenarbeit in den verschiedenen kirchlichen Bereichen erkunden und deren praktische Umsetzung anregen und unterstützen.
Sie fördert den "geistlichen Ökumenismus" – besonders das Gebet um die Einheit der Christen. Sie gibt Impulse für die ökumenische Bildung im Bistum und ist Ansprechpartnerin bei allen Fragen zum Thema Ökumene.

1998 trafen sich in Osnabrück rund 15 000 Christen zu einem "Ökumenischen Kirchentag". Anlass war das 350-jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens. Damals formulierten die in der "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Osnabrück" vertretenen 11 Konfessionen ein "Wort zur Ökumene" unter dem Titel "Alles gemeinsam tun, was möglich ist."

Auch die Versammlung der diözesanen Räte im Rahmen des 2. Pastoralen Zukunftsgespräches 2004 im Bistum Osnabrück hat die katholischen Gemeinden zur Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gemeinden aufgefordert.

Das Wort Ökumene kommt aus dem Griechischen und heißt wörtlich Übersetzt "die ganze bewohnte Erde". Es meint die Bemühungen um die Einheit aller Christen. Genau die fördert auch das Bistum Osnabrück.



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