Diözesanarchiv
Das Diözesanarchiv ist "das Gedächtnis" der Diözese Osnabrück. Seine älteste der ca. 3000 Urkunden stammt von Karl dem Großen und ist auf den 19. Dezember 803 datiert. Die zumeist auf Pergament ausgestellten Urkunden - darunter solche von Kaisern, Päpsten und Bischöfen – reichen bis in die heutige Zeit. Zudem bewahrt das Archiv ca. 140 Handschriften sowie einen umfangreichen, bis ins 16. Jahrhundert zurückgehenden Aktenbestand auf.
Die Kirchenbücher sämtlicher, noch heute zum Bistum Osnabrück gehörenden Pfarreien, liegen bis zum Jahr 1875 auf Microfiches vor und stellen für Familienforscher eine ergiebige Fundgrube dar.
Das Fotoarchiv, verschiedene Nachlässe von Geistlichen und Privatpersonen sowie die Sammlungen von Predigten, Siegeln, Gesetzen, Karten, Totenzetteln und Zeitungsausschnitten runden den Bestand ab.
Hauptaufgabe des Hauses ist es, die Materialien für die Nutzer im Bischöflichen Generalvikariat und im kirchlichen Bereich verfügbar zu halten. Darüber hinaus steht es der wissenschaftlichen, heimatkundlichen und Familienforschung offen.
Benutzung:
Sigle: BAOSDie Benutzung des Archivs ist in der Regel gebührenpflichtig. Eine Anmeldung ist erwünscht.
Es stehen 4 Tischarbeitsplätze für historische Forschung (Regional-, Heimat- und Ortsgeschichte) und 6 Microfichelesegeräte für Familienforscher (nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich) zur Verfügung. Die Benutzungs- und Gebührenordnung liegt aus. Die Benutzung von Laptops ist erlaubt. Zudem besteht eine kostenpflichtige Kopiermöglichkeit bzw. Benutzung des Readerprinters.
Geschichte:
Die Existenz eines Archivs wird erstmals 1242 erwähnt. Zu dieser Zeit genügte eine Kiste zur Aufbewahrung der wichtigen Dokumente. Heute verfügt das Bistumsarchiv über moderne Benutzer-, Magazin- und Verwaltungsräume, die im Jahre 1990 bezogen wurden. Als Zentralarchiv des Bistums Osnabrück besteht es seit 1977.Das älteste Dokument des Bistumsarchivs, eine Urkunde Karls des Großen, stammt aus dem Jahre 803.
Bestände:
I. UrkundenInsgesamt ca. 3.000 Stück
Erschlossen durch 2 Repertorien und 2 Nomenklaturen sowie in:
Jostes, Franz, die Kaiser- und Königsurkunden des Osnabrücker Landes
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1. Kaiser- und Königsurkunden (Jostes1-23, 803 – 1079): 23 Kaiser- und Königsurkunden
2. Domkapitel Osnabrück (U1, 890-1802)
3. Generalvikariat Osnabrück (U2, 1049-1988)
II. Handschriften (Ma)
144 Stück, ab 14. Jh., darunter mehrere illuminierte Handschriften
Erschlossen durch Einzelverzeichnung
III. Akten: (erhebliche Verluste 1944)
Erschlossen durch Verzeichnung nach Aktenplänen
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1. aus der Zeit des Reichsbistums (1400-1802)
2. aus der Zeit der Diözese Osnabrück
3. Verhältnis von Kirche und Staat (1920-)
4. Überdiözesane Tätigkeiten der Bischöfe (1916-)
IV. Kirchenbücher
Erschlossen durch ein Verzeichnis der Kirchenbucheintragungen
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Microfiches der Kirchenbücher der Pfarreien des Bistums vor 1876.
V. Sammlungen
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Predigten (auch handschriftliche), Siegel, Gesetze und Verordnungen, Karten, Pläne, Fotos, Totenzettel, Zeitungsausschnitte, Stifts- und Reichskalender.
VI. Deposita
VII. Nachlässe und Schenkungen
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Ca. 45 Nachlässe und Schenkungen von Geistlichen u. Privatpersonen,
VIII. Kleruskartei (ca. 7000 Personen)
IX. Dienstbibliothek