FAQ Soziale Dienste

    Fragen und Antworten zum Freiwilligendienst


    Was ist ein Freiwilligendienst? Wo kann ich den machen? Was ist der Unterschied zwischen FSJ und BFD? Hier finden Sie Antworten auf diese und andere häufig gestellte Fragen
    zu den sozialen Diensten im Bistum Osnabrück!

     


  1. Sozialer Dienst - was bedeutet das eigentlich?

    Freiwilligendienste bzw. soziale Dienste sind Bildungs- und Orientierungsangebote. Junge Menschen sammeln hier Erfahrungen im sozialen Bereich und sind meist zum ersten Mal berufstätig. Die Freiwilligen können sich praktisch erproben und persönlich entwickeln. Dabei werden sie von erfahrenen Fachkräften in den Einsatzstellen begleitet. Zusätzlich tauschen sich die Freiwilligen in Seminaren aus und erfahren dabei viel über den sozialen Bereich.


  2. Welche Freiwilligendienste gibt es im Bistum Osnabrück?

    Unter dem Dach der Arbeitsstelle Freiwilligendienste gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich freiwillig und sozial zu engagieren. Es gibt das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD), die in der Regel ein Jahr dauern. Wer eher eine kürzere Beschäftigung sucht (von sechs Wochen bis zu sechs Monaten), kann sich im Kurzzeitfreiwilligendienst engagieren. Wer ins Ausland möchte, ist beim Au-pair oder beim Freiwilligen Dienst im Ausland (FDA) richtig.


  3. Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

    Das FSJ ist das klassische Angebot eines einjährigen Freiwilligendienstes in einer sozialen Einrichtung mit entsprechender pädagogischer Begleitung (Seminare und Bildungstage). Dieses Angebot richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren und existiert seit über 50 Jahren. Im Bistum Osnabrück werden dafür 180 verschiedene Einsatzstellen angeboten. Es gibt Taschengeld und einen Verpflegungskostenzuschuss, außerdem werden die Sozialversicherungsbeiträge übernommen.

    Eine besondere Form des FSJ ist das FSJ24, bei dem sich junge Menschen für 24 Monate zu einem sozialen Dienst verpflichten.


  4. Bundesfreiwilligendienst (BFD)

    Den Bundesfreiwilligendienst gibt es deutschlandweit seit 2011, seit dem Ende des Zivildienstes. Für alle, die jünger als 27 Jahre alt sind, ist der BFD identisch mit dem FSJ: ein in der Regel einjähriges Angebot in einer sozialen Einrichtung mit entsprechender pädagogischer Begleitung. Auch der BFD bietet 180 Einsatzstellen. Es gibt Taschengeld und einen Verpflegungskostenzuschuss, außerdem werden die Sozialversicherungsbeiträge übernommen.

    Für Menschen über 27 Jahren ist der Bundesfreiwilligendienst auch in Teilzeit möglich. Pädagogische Begleitung in Form von Besuchen in der Einsatzstelle und Bildungsseminare finden ebenfalls statt.


  5. Kurzzeitfreiwilligendienst

    Der Kurzzeitfreiwilligendienst richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene. Dieser Dienst ist zeitlich flexibel gestaltet. Die Einsatzdauer kann von sechs Wochen bis zu sechs Monaten variieren. Einsatzstellen sind soziale Einrichtungen im Bistum Osnabrück. Auch hier gibt es Taschengeld und pädagogische Begleitung in Form von Seminaren und Besuchen in der Einsatzstelle.

     


  6. Freiwilliger Dienst im Ausland (FDA)

    Der FDA wird seit 1999 vom Bistum Osnabrück angeboten. Es werden jährlich bis zu 30 Stellen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Russland besetzt. Das Programm wendet sich an junge, kirchlich engagierte Menschen, die ein Jahr freiwillig und unentgeltlich in einem sozialen oder pastoralen Projekt im Ausland mitarbeiten und mit leben wollen. Wer sich für den FDA interessiert, sollte sich etwa eineinhalb Jahre vor der geplanten Ausreise bewerben.


  7. Au-pair

    Ein Au-pair Jahr ist genau das Richtige für alle, die gerne ein Jahr im Ausland verbringen und in einer Familie mitleben möchten. In der Familie gehört Kinderbetreuung und Hausarbeit zu den Aufgabe eines Aupairs. Wir bieten Au-pair im europäischen Ausland an. Um diesen Dienst anzutreten, muss man mindestens 18 Jahre sein und Grundkenntnisse der jeweiligen Landessprache beherrschen.


  8. Was genau ist der Unterschied zwischen FSJ und BFD?

    Die gesetzliche Grundlage von FSJ und BFD ist sehr ähnlich. In beiden Fällen geht es um Hilfstätigkeiten im sozialen oder pflegerischen Bereich. Auch Seminartage gibt es in beiden Diensten. Im Bistum Osnabrück werden Bundesfreiwillige und FSJ'ler auch gleich bezahlt. In beiden Fällen wird die Sozialversicherung zu 100 Prozent von den Einsatzstellen getragen.

    Der größte Unterschied zwischen den beiden Dienstformen ist, dass den Bundesfreiwilligendienst auch Personen absolvieren können, die älter sind als 27 Jahre. Einen kleinen Unterschied gibt es auch in der Vertragsgestaltung. Außerdem ist das FSJ, weil es das schon über 50 Jahre in Deutschland gibt, ein richtige "Marke", die vielen Arbeitsgebern bekannt ist. Der BFD muss sich erst noch etablieren.

     

     


  9. Wer kann einen Freiwilligendienst leisten?

    Einen Freiwilligendienst kann jeder leisten, der 16 Jahre (für Dienste im Inland) bzw. 18 Jahre (für Dienste im Ausland) alt ist und Lust und Zeit hat, sich sozial in einer gemeinnützigen Einrichtung zu engagieren. Der Schulabschluss spielt dabei keine Rolle. Vorherige Erfahrungen im ehrenamtlichen Bereich können hilfreich sein, sind aber nicht notwendig.

     


  10. Bekomme ich Geld für mein Engagement?

    Zwar handelt es sich bei den sozialen Diensten um Freiwilligendienste, allerdings stehen die Freiwilligen am Ende des Monats nicht mit leeren Händen da. Beim BFD und FSJ bekommen sie 160 Euro Taschengeld und einen Verpflegungszuschuss von 240 Euro. Entweder gibt es diese 400 Euro am Ende des Monats komplett aufs Konto oder ein Teil des Geldes wird mit den Mahlzeiten verrechnet und die Freiwilligen können bei ihrer Arbeitsstelle unentgeltlich mitessen. Im Kurzzeitfreiwilligendienst gibt es ein Taschengeld von 250 Euro pro Monat. Für die Auslandsdienste gelten spezielle Regeln.

     


  11. Welche Einsatzstellen für Freiwillige Dienste gibt es im Bistum Osnabrück?

    Seniorenheime, Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen aller Altersstufen, Bildungshäuser, Einrichtungen der Jugendhilfe, Kirchengemeinden, Mutter- und Kind- Einrichtungen, Einrichtungen für Menschen in besonderen Lebenslagen (z.B. Psychiatrie, Wohungslosenhilfe, Suchthilfe) - die Einsatzstellen sind vielfältig - genau so wie die Stellenprofile. So kann beispielsweise ein Dienst im Krankenhaus vom Einsatz auf einer Station (Pflege), über Hol- und Bringedienste, Patiententransportdienst, Mitarbeit im Labor bis hin zu Fahrdiensten oder Hausmeistertätigkeiten reichen.


  12. Was muss ich tun, wenn ich mich weiter informieren oder bewerben will?

    Für weitere Informationen gibt es für jeden Bereich eigene Ansprechpartner:

    FSJ und BFD für junge Menschen bis zum Alter von 27 Jahren
    Ann-Cathrin Röttger
    Domhof 12
    49074 Osnabrück
    Telefon: 0541/318-235
    E-Mail: Ann-Cathrin Röttger

    BFD für über 27-Jährige
    Markus Maus
    Domhof 12
    49074 Osnabrück
    Telefon: 0541/318-227
    E-Mail: Markus Maus


    FSJ 24
    Magdalena Menke
    Domhof 12
    49074 Osnabrück
    Telefon: 0541/318-233
    E-Mail: Magdalena Menke


    Kurzzeitfreiwilligendienst
    Matthias Lemper
    Domhof 12
    49074 Osnabrück
    Telefon: 0541/318-247
    E-Mail: Matthias Lemper


    Freiwilliger Dienst im Ausland
    Dieter Tewes
    Domhof 12
    49074 Osnabrück
    Telefon: 0541/318-218
    E-Mail: Dieter Tewes


    Au-pair
    Yvonne Burke
    Domhof 12
    49074 Osnabrück
    Telefon: 0541/318-237
    E-Mail: Yvonne Burke

    Lars Büter
    Domhof 12
    49074 Osnabrück
    Telefon: 0541/318-228
    E-Mail: Lars Büter


    Weitere Informationen gibt es auch auf der Website der Arbeitsstelle Freiwilligendienste

     


  13. Was ist die "Arbeitsstelle Freiwilligendienste"?

    Die Arbeitsstelle Freiwilligendienste berät und informiert zu allen Fragen rund um die Freiwilligendienste im Bistum Osnabrück. Sie bündelt in gemeinsamer Trägerschaft des Bistums Osnabrück und des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück alle Dienstformen unter einem organisatorischen Dach. So können die Möglichkeiten und Ressourcen der einzelnen Dienste optimal zusammen gebracht und die Angebote koordiniert werden.

     

    Außerdem koordiniert sie als Träger die Seminare und die pädagogische Begleitung für die Freiwilligen und steht ihnen jederzeit als Beratungsstelle zur Verfügung.

     




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