Chormusik

Chormusik


Menschen singen seit es Menschen gibt: Der Gesang ist eine der ältesten Formen von Ausdruck und Verständigung. Und Singen macht Spaß – merkt man nicht nur in Gottesdiensten und Konzerten. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen: Singende Menschen sind häufig beschwingter, ausgeglichener und gesünder.

Viele lockt auch das mitreißende Gemeinschaftsgefühl beim Singen im Chor. Und ganz nebenbei lernt man viel über sich selbst und andere: Nur wenn ich zuhöre und auf meine Mitsänger achte, kann ein Chorklang entstehen. Der positive Nebeneffekt beim Chorsingen ist: Ich kann meine eigene Freude an die Zuhörer weitergeben und dafür sorgen, den Gesang geistlicher Lieder als hohes kulturelles Gut zu erhalten.

 

Beim Singen verkünden wir das Wort Gottes. Der bedeutende Kirchenvater Augustinus brachte dies einmal auf die einprägsame Formel: "Wer singt, betet doppelt." Deswegen ist der Gesang nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern ein wesentlicher Bestandteil jedes Gottesdienstes. Gesungen lassen sich die Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens, der eigene Glaube und Emotionen einfach viel besser ausdrücken.


Kinder des Osnabrücker Domchors, Bild: Stefan Stärker

Kinder des Osnabrücker Domchors

Die Chormusik am Dom St. Petrus in Osnabrück zählt zu den ältesten Chortraditionen Deutschlands. Ende des achten Jahrhunderts veranlasste Karl der Große den Bau einer Kirche und Schule an der Hase. Die Schüler an den Domschulen sollten außer Lesen und Schreiben auch den Choralgesang lernen.

Aus dieser Tradition heraus entstand der Domchor, der heute bis zu 400 Mitglieder zählt. Der Chor arbeitet mit Schulen, Städten und Kirchengemeinden zusammen und bietet in der Osnabrücker Region fast flächendeckend Chorgruppen an. Die meisten Kinder starten mit etwa sechs Jahren im sogenannten "Vorchor", wer aber früher oder später einsteigen will, ist immer willkommen.

Die Pflege des Gregorianischen Chorals hat einen besonderen Platz in der Dommusik Osnabrück - schon die kleinsten Kinder proben einige der alten Gesänge. Auch an anderen Kirchen des Bistums singen Chöre häufig noch gregorianische Choräle, wie zum Beispiel die Schola Cantorum an St. Johann in Osnabrück.


Der Osnabrücker Jugendchor bei einem Konzert in St. Johann, Osnabrück, Bild: Stefan Stärker

Der Osnabrücker Jugendchor bei einem Konzert in St. Johann, Osnabrück


Ein weiterer Chor, der sich am Osnabrücker Dom zuhause fühlt, ist der Osnabrücker Jugendchor. Das Ensemble ist eines der anerkanntesten seiner Art in Europa und freut sich immer über neue Mitglieder. Die etwa 70 Jugendlichen haben meist als Kinder im Domchor angefangen zu singen, bevor sie im Jugendchor an Konzertreisen durch die ganze Welt teilnehmen. Das hohe künstlerische Niveau des Chores belegen zahlreiche CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen.

Doch nicht nur am Dom, auch in den zahlreichen Kirchengemeinden des Bistums wird der Chorgesang großgeschrieben. In den Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchören erleben die Sänger Woche für Woche ein starkes Gemeinschaftsgefühl und echte Freude an der Musik. So ist für jeden der passende Chor dabei, egal ob er oder sie Gospelmusik liebt, schon immer einmal das Weihnachtsoratorium von Bach aufführen wollte oder das Gemeinschaftsgefühl beim Singen von Taizé-Liedern mag.

Fragen Sie doch einmal in Ihrer Kirchengemeinde nach, welche Chöre bei Ihnen vor Ort proben. Oder wenden Sie sich an die Regionalkantoren der jeweiligen Dekanate.


Video

Video vom Osnabrücker Jugendchor

Hier finden Sie ein Video vom Live-Auftritt des Osnabrücker Jugendchores bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2003 in Osnabrück. Der Chor singt "Nun lob mein Seel den Herren" von Heinrich Schütz und wird begleitet von  "Complesso di Ottoni", dem Blechbläser-Ensemble am Osnabrücker Dom.

 

 

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Und hier noch zwei Hörbeispiele des Osnabrücker Jugendchors. Das erste Stück ist die "Cantique de Jean Racine" von Gabriel Fauré (1845-1924). Es ist auf der CD "instruments of your peace" zu finden.

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Das zweite Stück ist das "Ave verum" von William Byrd. Der Osnabrücker Jugendchor hat das Werk auf der CD "Ave verum - Chormusik zum Abendmahl" eingesungen.

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Martin Tigges
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Telefon: 0541/318-221
E-Mail: Martin Tigges

Jetzt schon vormerken

Am 22. September 2012 findet der
1. Diözesankinderchortag in Osnabrück statt. Eingeladen sind alle Sängerinnen und Sänger, die sich in den vielen Kinderchören und -scholen im Bistum engagieren. Vorgesehen sind im Tagesprogramm unter anderem die Begegnung mit Bischof Franz-Josef Bode, verschiedene Sing-Workshops und Spielangebote. Mehr Infos und Anmeldemöglichkeiten gibt es hier!

Ausbildung

Das Bistum Osnabrück bietet ab November wieder Lehrgänge für kirchenmusikalische Fächer wie z.B. Orgelspiel und Chorleitung an.
Weitere Informationen gibt es im Info-Flyer zum Download und bei Dominique Sauer vom Bischöflichen Kirchenmusikseminar, Telefon 0541/318449 bzw. E-Mail
d.sauer@bistum-os.de