„Ein starkes Signal für mehr Zivilcourage“

Die Meppener Marienhausschule will künftig eine „Schule ohne Rassismus“ sein


Lehrerin Claudia Breer (v.l.), stellvertretende Schülersprecherin Kerstin Gels, Pate Josef Giesen sowie Knuth Erbe vom Kultusministerium präsentieren den neuen Titel der Marienhausschule. 
Foto: Petra Diek-Münchow

Meppen (pd). Das Schild ist schlicht, die Botschaft gewaltig. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ steht auf der Tafel, die künftig an der Meppener Marienhausschule hängen wird. Knuth Erbe, Koordinator für Jugend und politische Bildung im Niedersächsischen Kultusministerium, hat Titel und Tafel an die katholische Berufsfach-, Fach- und Fachoberschule verliehen.
„Das ist ein starkes Signal für mehr Zivilcourage“, sagte Erbe bei der Feierstunde. Die Marien­hausschule ist nach seinen Worten die 99. Schule in Niedersachsen mit diesem Titel. Die Einrichtung in Trägerschaft der Schulstiftung will damit ein öffentliches Zeichen setzen. Alle Schüler, Lehrer und Mitarbeiter wollen sich künftig aktiv gegen Rassismus und Ausgrenzung einsetzen, bei entsprechenden Konflikten sofort eingreifen und mindestens einmal im Jahr ein Projekt zu diesem Thema veranstalten. „Das ist eine Selbstverpflichtung für Gegenwart und Zukunft“, sagte Schülerin Sarah Wilken.
Sie gehört der Klasse 12 der Fachoberschule Gesundheit/ Soziales an, die sich besonders stark für diese Initiative engagiert hatte. Die 24 Schüler und Schülerinnen im Alter von 17 bis 21 Jahren hatten für das Projekt in allen Klassen geworben. Und konnten fast alle Schüler, Lehrer und Mitarbeiter überzeugen, das neue Selbstverständnis der Marienhausschule mit ihrer Unterschrift zu bestätigen. Als Pate unterstützte sie dabei Josef Giesen, erfolgreicher Behindertensportler aus Herzlake.

Dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus“ gehören etwa 650 Schulen mit 400 000 Schülern an. Träger ist der Verein „Aktion Courage“ mit Sitz in Bonn; Infos:  http://www.schule-ohne-rassismus.org



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