Altbischof Brandenburg im Osnabrücker Dom beigesetzt

Im Rahmen eines feierlichen Requiems ist der frühere Bischof von Stockholm, Hubertus Brandenburg, am Samstag (14. November) in der Bischofsgruft des Osnabrücker Domes beigesetzt worden.

Altbischof Hubertus Brandenburg wurde in der Bischofsgruft des Osnabrücker Domes beigesetzt.

Brandenburg war am 4. November im Alter von 85 Jahren nach längerer Krankheit in seiner Heimatstadt Osnabrück gestorben. Von 1978 bis 1998 stand er an der Spitze der rund 165.000 Katholiken in Schweden und war in dieser Zeit auch mehrere Jahre stellvertretender Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz. Zuvor hatte er im Bistum Osnabrück in verschiedenen Ämtern Leitungsaufgaben übernommen, unter anderem war er als Weihbischof in Hamburg tätig.

Der Nachfolger Brandenburgs in Stockholm, Bischof Anders Arborelius, hielt in dem vom Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode zelebrierten Gottesdienst die Predigt. Arborelius würdigte Brandenburgs „segensreiches Wirken" in Schweden. Er habe „die kleine katholische Kirche im Glauben gestärkt" und auch in der Ökumene „viel geleistet". Als Vertreter des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, wies der Hamburger Erzbischof Werner Thissen auf Brandenburgs Mitgliedschaft in der Bischofskonferenz während seiner Amtszeit in Hamburg hin. Brandenburg sei ein „anregendes, freundliches Mitglied" der Konferenz gewesen, sagte Thissen in einem Grußwort am Schluss der Begräbnisfeier. Er habe in Hamburg „deutliche Spuren hinterlassen" und dafür gesorgt, „dass die Kirche in einem säkularen Umfeld anerkannt und geschätzt" wird.

An dem Requiem nahmen rund 700 Trauergäste teil, darunter Vertreter aus den skandinavischen Ländern, außerdem mehrere frühere Diözesanbischöfe wie Ludwig Averkamp (Hamburg), Josef Homeyer (Hildesheim) und Reinhard Lettmann (Münster). Auch der ehemalige Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Eduard Lohse, ein Freund und Weggefährte Brandenburgs, nahm an dem Requiem teil.

Brandenburg hatte als Oberhirte der schwedischen Katholiken in seiner 20-jährigen Amtszeit bis 1998 insgesamt 40 Männer zu Priestern geweiht und 30 Kirchen und Kapellen bauen lassen. Das Bischofsamt in Schweden sei die schönste Aufgabe in seinem Leben gewesen, betonte Brandenburg immer wieder. Nach der Verabschiedung in den Ruhestand aus Altersgründen war er zunächst sechs Jahre in Schweden geblieben und 2004 in seine Heimatstadt Osnabrück zurückgekehrt, wo er im Paulusheim seinen Lebensabend verbrachte. Brandenburg wurde auf eigenen Wunsch in Osnabrück beigesetzt.



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