Lage

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Die Wallfahrt zum Heiligen Kreuz von Lage hat in der Frömmigkeit der Kreuzverehrung ihre Wurzeln.
In dem 30 Kilometer nördlich von Osnabrück gelegenen Ort in der Gemarkung Rieste hatte 1245 Graf Otto von Tecklenburg eine Niederlassung des knapp 100 Jahre zuvor gegründeten Ritterordens vom Hospiz des heiligen Johannes zu Jerusalem gestiftet. Bis 1300 entwickelte sich das Johanniterhaus zu einer der bedeutendsten Niederlassungen des Ordens im nordwestdeutschen Raum.
Dieser Aufschwung förderte die Verehrung des Heiligen Kreuzes von Lage, das um 1300 eindrucksvoll aus besonderem Holz geschnitzt und 1315 vom Osnabrücker Bischof Engelbert II. feierlich geweiht worden war. Wegen des starken Andranges der Pilger wurde eigens eine Wallfahrtskirche errichtet.
Das Ordenspatronatsfest St. Johannes Baptist am 24. Juni und das Fest Kreuzerhöhung am 14. September waren besonders gut besuchte Wallfahrtstage. Typisch für Lage war dabei die Prozession um die Kirche herum. Dabei wird bei jedem Umgang das 135 Kilogramm schwere Kreuz vor der Sandsteinplastik "Christus in der Rast" abgesetzt, die in die Ostwand der heutigen Pfarrkirche eingelassen ist.
Der südoldenburgische Kreuzkampf während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1936 und der Beginn der Kreuztracht 1957 in den Abendstunden des Freitags gaben der Wallfahrt zum Heiligen Kreuz von Lage jene Bedeutung, die sie heute für das Emsland, das Südoldenburger Land und Osnabrücker Land hat.

Von Oktober 2002 bis Aschermittwoch 2003 war das Kreuz zum wiederholten Male zu einer umfangreichen Restaurierung unterwegs, diesmal im Landesamt für Denkmalpflege in Hannover. Diese Maßnahme wurde vor allem deshalb notwendig, weil das Kreuz nicht einfach in der Kirche angebracht ist und dort entsprechende Verehrung genießt, sondern regelmäßig auch bei Wind und Wetter um die Kirche getragen wird.
Die Restaurierung hat übrigens einige Geheimnisse des alten Kreuzes preisgegeben: z.B. konnte die ursprüngliche Farbe des Lendenschurzes - rot und weiß - wiederhergestellt werden. Einige Experten halten das Lager Kreuz bisher sogar kunsthistorisch für völlig unterschätzt. Godehard Hoffmann spricht gar davon, dass es mit Ausnahme des wahrscheinlich nach dem Lager Vorbild geschnitzten Kreuzes aus Haltern nördlich der Alpen einzigartig sei.

Seit 1995 führt die "Osnabrücker Diözesanwallfahrt mit Kranken und für Kranke“ am Fest Kreuzerhöhung (14. September bzw. der Sonntag danach) viele Menschen zum Lager Kreuz. Am Schluss des Pontifikalamtes, das der Bischof oder der Weihbischof hält, können alle anwesenden Kranken vom Bischof, den Priestern und Diakonen den Einzelsegen empfangen.



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Katholisches Pfarramt
St. Johannes der Täufer
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