Kirchensteuer

Ihr Beitrag ist Hilfe für alle


Um ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, braucht die Kirche auch die finanzielle Unterstützung ihrer Mitglieder. In Deutschland gibt es darum die Kirchensteuer, die an die Lohn- und Einkommenssteuer gekoppelt ist.
Wie beim staatlichen Steuersystem soll diese Bindung an die Lohnsteuer die Leistungsfähigkeit des Einzelnen berücksichtigen. Sie führt aber auch dazu, dass nur etwa 35 Prozent der Mitglieder Kirchensteuer zahlen.

Die Einnahmen aus der Kirchensteuer machen die Kirche einerseits unabhängig vom Staat; andererseits erfüllt sie zahlreiche Aufgaben, die sonst der Staat übernehmen müsste: in Kindergärten und Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen. Darüber hinaus finanziert die Kirche mit ihrem Geld zum Beispiel Bildungseinrichtungen und Beratungsstellen, Verbände und die Pfarrgemeinden, die Priesterausbildung und die Seelsorge. "Mit Ihren Abgaben helfen Sie uns, unserem Auftrag immer wieder nachzukommen. Ob Seelsorge oder Caritas, gemeindliches Leben oder kulturelles Schaffen - die Kirchensteuer trägt wesentlich zur Finanzierung unserer Aufgaben bei, zum Wohle vieler", erläutert Theo Paul, Generalvikar des Bistums Osnabrück. Gleichzeitig dankt er allen Kirchensteuerzahlern für Ihre Unterstützung.


Kirchensteuerflyer 2012, Bild: Bistum Osnabrück

Der Kirchensteuerflyer 2012

Das Bistum Osnabrück geht in diesem Jahr von insgesamt stabilen Kirchensteuereinnahmen aus. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren erwarte er ein nahezu unverändertes Kirchensteueraufkommen im Vergleich zum Vorjahr, sagte Finanzdirektor Joachim Schnieders Anfang Januar in Osnabrück bei der Vorstellung des diesjährigen Bistumshaushaltes. Der Etat hat ein Volumen von 129 Millionen Euro.
 
Die mittelständische Wirtschaftsstruktur im Bereich des Bistums Osnabrück bringe insgesamt eine relativ ausgeglichene und stabile Steuersituation mit sich, erklärte Schnieders. Zu dem moderaten Sparkurs, den das Bistum seit Jahren einhalte, gebe es "auch weiterhin keine ernsthafte Alternative". In der Vergangenheit habe man deshalb auf einschneidende Sparmaßnahmen verzichten können. "Wir können unsere Aufgaben in allen Bereichen unseres kirchlichen Engagements gewährleisten", betonte Schnieders.

Den größten Teil der Haushaltsmittel erhalten mit rund 42 Millionen Euro oder 32,8 Prozent der Gesamtausgaben des Bistums die 227 Kirchengemeinden, zum Beispiel für die Seelsorge, für Personal oder für Investitionen. Das sind drei Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich "Caritas, soziale Dienste", der 22,5 Millionen Euro erhält. In diesem Ausgabenblock sind die Zuschüsse des Bistums u.a. für die Kindertagesstätten (12,2 Millionen Euro), die Caritasverbände (5,4 Millionen Euro) und die Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen (3,8 Millionen Euro) enthalten.

In einem Faltblatt unter dem Titel "Einblick – Kirchensteuer 2012" hat das Bistum Informationen über die Verwendung der Kirchensteuer zusammengestellt. Der Flyer wird in den kommenden Tagen an die Kirchengemeinden verschickt und ist außerdem erhältlich in der Finanzabteilung des Bischöflichen Generalvikariates.



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