Aktion Dreikönigssingen 2012
Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg sind jedes Jahr rund um den 6. Januar bundesweit 500.000 Sternsinger unterwegs. In beinahe allen katholischen Pfarrgemeinden bringen sie als Heilige Drei Könige mit dem Kreidezeichen "C+M+B" den Segen "Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus" zu den Menschen und sammeln für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt.
Das Plakat zur Aktion Dreikönigssingen 2012
Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Über 690 Millionen Euro wurden seither gesammelt, über 56.300 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 53. Aktion zum Jahresbeginn 2011 sammelten die Mädchen und Jungen aus fast 12.000 Pfarrgemeinden rund 41,8 Millionen Euro - allein im Bistum Osnabrück waren es über eine Million! Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen der Pastoral, Bildung, Gesundheit, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.
Im Januar 2012 werden wieder tausende Kinder in ganz Deutschland unterwegs sein, um für Jungen und Mädchen auf der ganzen Welt zu sammeln. "Klopft an Türen, pocht auf Rechte!" - so heißt das Leitwort der 54. Aktion Dreikönigssingen 2012. Nicaragua ist das Beispielland der Aktion 2012, thematisch dreht sich alles um Kinderrechte in der ganzen Welt.
Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein. Doch gerade in Nicaragua werden die Kinderrechte von vielen mit Füßen getreten. Missbrauch, Misshandlung und häusliche Gewalt gegen Kinder sind dort an der Tagesordnung. Die Sternsinger unterstützen in Nicaragua unter anderem Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. Sie werden stark und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können.
Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks Die Sternsinger macht deutlich, worauf die Sternsinger bei ihrer Aktion insbesondere aufmerksam machen wollen: "Kein Kind ist wie das andere, aber alle haben dasselbe Recht auf körperliche Unversehrtheit. Kinderrechte sind Menschenrechte. Sie zu verletzen, ist kein Kavaliersdelikt."
Kinder in den Ländern der Einen Welt, Sternsinger in Deutschland: beim Plakat zur Aktion 2012 stehen diesmal beide im Mittelpunkt. So soll deutlich werden, dass es um die Solidarität geht, die so unterschiedliche Lebenswelten miteinander verbindet. Das Plakat soll Kinder und Jugendliche motivieren, bei der Aktion mitzumachen. "Dass die Sternsinger auf dem Plakat nicht lachen, hat seinen Grund: Sie brechen ganz bewusst mit dem Klischee, das die Kinder auf niedliche Könige reduzieren will", so Prälat Krämer. Denn um für ihre Rechte zu kämpfen, müssten Kinder stark und manchmal auch frech sein. Ricardo, der Junge mit dem Wasserkanister und ebenfalls auf dem Plakat zu sehen, steht stellvertretend für die Kinder aus Nicaragua. Der Neunjährige lebt in einem Projekt, das die Sternsinger unterstützen.
Im Bistum Osnabrück beteiligen sich Anfang nächsten Jahres wieder rund 8.000 Jungen und Mädchen an der Aktion. Über 1.000 Sternsinger haben sich am 3. Januar im Osnabrücker Dom zur diesjährigen Eröffnung der Aktion versammelt. In einem Workshop und einem Theaterstück informierten sich die Jungen und Mädchen über die Situation von Kindern in Nicaragua. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst mit Bischof Franz-Josef Bode, bei dem auch die Kreide gesegnet wurde, mit der die Sternsinger ihren Segenswunsch an die Häuser schreiben.
In den meisten Gemeinden sind die Sternsinger dann am 8. Januar unterwegs. Wann und wo genau die Sternsinger vorbeikommen, erfahren Sie in Ihrer Kirchengemeinde!
Video
Neugierig geworden?
Hier sehen Sie Film zur
Sternsingeraktion 2012!
